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Donnerstag, 28. Januar 2010
fete de la musique
Sonntag, 24. Januar 2010
Nordhessische Schlachteplatte
Morgenrot, die alte Sau ist tot;
aus den Borsten macht man Bürsten,
und das Fleisch, das wird zu Würsten,
Schwartenmagen, schwarz, weiß, rot!
Letzten Freitag in der Früh war es so weit, der Sau ging's an'n Kragen...Schlachtestimmung auf'm Hof in Balhorn (nordhessisches Hinterland). Die Sau wurde zur Waage geführt, ein feiner Schnitt unterhalb der Kehle und die Sau war tot. Nun ging's ans "Eingemachte" : Sau abbürsten, sauber "aufknöbben", ussnehmen... un'n Magen ordentlich im Schnee "treten". Anschließend wurden die Schweinehälften in der Schlachteküche zerlegt, Fleisch zerkleinert und Schweineschmalz gekocht - Feierabend.
Am nächten Tag, dem eigentlichen "Worschtetag", hat dann ein jeder mit
angepackt... Fleisch durch'n "Wolf" drehn, Gehacktes würzen und in der "Muhle" vermengen, die Därme füllen und die Wörschte schließlich abkochen (Leberworscht, Blut(Mehl)worscht und Sülze). Die gute "Ahle Worscht" ging gleich zum "abhängen" in die Worschtekammer. Zu guter letzt gab's 'nen "Klaren" vom Schlachtermeister, auf die getane Arbeit. Und für uns gings zum kulinarischen Teil über, dem Schlachteessen mit frischem Gehackten, Weckewerk, Wellfleisch mit Sauerkraut, Bratwurst, Leber- und Mehlworscht -
lecker war's!




