Sonntag, 24. Januar 2010

Nordhessische Schlachteplatte

Morgenrot, die alte Sau ist tot;

aus den Borsten macht man Bürsten,

und das Fleisch, das wird zu Würsten,

Schwartenmagen, schwarz, weiß, rot!


Letzten Freitag in der Früh war es so weit, der Sau ging's an'n Kragen...Schlachtestimmung auf'm Hof in Balhorn (nordhessisches Hinterland). Die Sau wurde zur Waage geführt, ein feiner Schnitt unterhalb der Kehle und die Sau war tot. Nun ging's ans "Eingemachte" : Sau abbürsten, sauber "aufknöbben", ussnehmen... un'n Magen ordentlich im Schnee "treten". Anschließend wurden die Schweinehälften in der Schlachteküche zerlegt, Fleisch zerkleinert und Schweineschmalz gekocht - Feierabend.

Am nächten Tag, dem eigentlichen "Worschtetag", hat dann ein jeder mit angepackt... Fleisch durch'n "Wolf" drehn, Gehacktes würzen und in der "Muhle" vermengen, die Därme füllen und die Wörschte schließlich abkochen (Leberworscht, Blut(Mehl)worscht und Sülze). Die gute "Ahle Worscht" ging gleich zum "abhängen" in die Worschtekammer. Zu guter letzt gab's 'nen "Klaren" vom Schlachtermeister, auf die getane Arbeit. Und für uns gings zum kulinarischen Teil über, dem Schlachteessen mit frischem Gehackten, Weckewerk, Wellfleisch mit Sauerkraut, Bratwurst, Leber- und Mehlworscht -

lecker war's!




6 Kommentare:

Smugde hat gesagt…

Das Leben ist kein Ponyhof! Gerade nicht für Nutztiere, wie unsere lieben Schweinchen. Ich frag mich nur, wie viele Eier Ihr in den riesen Pott Gehacktes reingehauen habt...:-)
PS: Na ja, wahrscheinlich keins. Sollte ja keine Riesenboulette werden, oder?

tini hat gesagt…

uärgh

Dani + Tom hat gesagt…

so isses ihr lieben... fressen und gefressen werden. die "stracken & runden" hängen übrigens noch gute vier wochen ab - bon appetit, euer onkel

supanova hat gesagt…

naaaa, hat da jemand seinen neuen traumjob gefunden!?!? ;o)

supanova hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Dani + Tom hat gesagt…

...butiger nebenjob